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Der Sieg des eisernen Rades

Ab dem kommenden Wochenende verbindet der TGV Zürich und Paris in nur noch 4 Stunden und 3 Minuten. Der Zug beweist seit jetzt 30 Jahren, dass das System Rad/Schiene längst nicht ausgedient hat.

Unter dem Codenamen C03 begannen die französischen Bahnen (SNCF) in den 60er-Jahren mit der Entwicklung eines Hochgeschwindigkeits-Bahnsystems. Neuartige Züge und Gleisanlagen sollten die Bahn wieder konkurrenzfähig machen. Im Nachkriegsboom schien die Zukunft dem Auto und dem Flugzeug zu gehören. In England etwa waren 1963 noch doppelt so viele Dampflokomotiven wie Diesel- und Elektroloks unterwegs.

Die alte Bahntechnik mit dem Rad/Schiene-Konzept schien am Ende. Der französische Ingenieur Jean Bertin lancierte als Alternative den Aérotrain. Getragen von einem Luftkissen, bewegte sich dieser ohne Kontakt und ohne Verschleiss auf einer Betonfahrbahn, angetrieben von einem Propeller- oder einem Jettriebwerk. Am 5. März 1978 erreichte Bertins Fahrzeug 428 Kilometer in der Stunde. Heute sind nur noch die Trümmer der Testfahrbahn vorhanden.

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