Australischer Milliardär baut die Titanic nach

Clive Palmer will in vier Jahren eine Neuauflage des gesunkenen Luxusliners in See stechen lassen. Modernste Technik soll verhindern, dass die Titanic II dasselbe Schicksal wie ihre Vorgängerin erleidet.

Will die Titanic wieder zum Leben erwecken: Clive Palmer machte sein Vermögen mit Immobilien in Australien. (Archivbild)

Will die Titanic wieder zum Leben erwecken: Clive Palmer machte sein Vermögen mit Immobilien in Australien. (Archivbild)

(Bild: Keystone)

Mehr als 100 Jahre nach ihrem Untergang soll die Titanic wieder in See stechen. Der australische Bergbau-Milliardär Clive Palmer plant, einen Nachbau des gesunkenen Luxusliners in vier Jahren erneut auf die Jungfernfahrt von England nach New York schicken.

Die Titanic II solle aber im Gegensatz zu ihrem Vorgängerschiff, das auf seiner ersten Fahrt mit einem Eisberg kollidierte, mit modernsten Sicherheits- und Navigationssystemen ausgerüstet sein, erklärte Palmer heute.

Das erste von vier Luxusschiffen

Wenige Wochen nach dem 100. Jahrestag des Untergangs der originalen Titanic verkündete Palmer, er habe mit dem staatlichen chinesischen Schiffbaukonzern CSC Jinling Shipyard eine Vereinbarung über den Nachbau der Titanic getroffen.

Für ihn sei das Projekt ein Tribut an die Frauen und Männer, die an der ersten Titanic - dem damals grössten und luxuriösesten Kreuzfahrtschiff – gearbeitet hätten. Bei ihrem Untergang kamen rund 1500 Menschen ums Leben.

Die Titanic II sei das erste von vier Luxuskreuzfahrtschiffen, die das chinesische Unternehmen für sein neu gegründetes Unternehmen Blue Star Line bauen soll, sagte Palmer auf einer Pressekonferenz. Der Milliardär hatte sein Vermögen mit Immobilien an der Gold Coast in Australien aufgebaut, bevor er in den Bergbau einstieg.

Geschweisst und nicht genietet

Eine Schätzung für die Kosten für den Nachbau der Titanic gab Palmer nicht ab. Mithilfe von Historikern werde aber bereits am Design der Titanic II gearbeitet. Wie das Original wird sie vier Schornsteine haben, die aber nur als Dekoration dienen.

Die offensichtlichsten Änderungen gegenüber der Titanic gebe es unter Wasser, sagte Palmer. Es werde geschweisst und nicht genietet, das grössere Steuerruder und die Bugstrahlruder sollten zudem die Manövrierfähigkeit des Schiffs verbessern.

Für ein bestimmtes Kundensegment

Im heutigen Vergleich wäre die Titanic II ein kleines Kreuzfahrtschiff, sagte Brett Jardine vom Industrieverband International Cruise Council, könnte aber seiner Einschätzung nach ein bestimmtes Kundensegment ansprechen.

Eines der grössten Passagierschiffe der Welt, die «Allure of the Sea», ist 90 Meter länger als die 270 Meter lange Titanic und hat 2700 Kabinen. Auf der Titanic war Platz für rund 1680 Passagiere.

fko/sda

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