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Ausflug in die braune Aschewolke

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat bei seinem Testflug Vulkanasche in den Luftschichten über Deutschland nachgewiesen – in unterschiedlichen Konzentrationen.

Asche in der Atmosphäre: Durch den tiefen Stand der Sonne während des Testflugs wurden die Aerosolschcihten sichtbar – in Form eines geringeren Kontrastes von Details auf der Erdoberfläche, sichtbar in den gelb umrandeten Zonen.
Asche in der Atmosphäre: Durch den tiefen Stand der Sonne während des Testflugs wurden die Aerosolschcihten sichtbar – in Form eines geringeren Kontrastes von Details auf der Erdoberfläche, sichtbar in den gelb umrandeten Zonen.
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Keystone
Roland Welser (l.) und Steffen Gemsa pilotierten den Messflug am Montag.
Roland Welser (l.) und Steffen Gemsa pilotierten den Messflug am Montag.
Reuters
Keystone
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Das Laser-Radar stellte unterschiedliche Schichten von Vulkanasche fest, die mit Aerosol-Messgeräten untersucht wurden. Dies teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in seinem Bericht an das deutsche Verkehrsministerium mit. Die Aschewolke sei zudem deutlich als bräunliche Schicht erkennbar gewesen, so erklärte das DLR weiter.

Die speziell ausgerüstete Maschine vom Typ Falcon 20-5E war am Montagnachmittag zu ihrem Testflug über Deutschland aufgestiegen. Mit dem Laser wurde die Dichte und Ausbreitung der Ascheteilchen festgestellt. An den Tragflächen der Maschine waren zudem sogenannte Partikelzähler montiert. Nach dem Flug wurden an der Maschine keine Schäden entdeckt. Sie wird aber weiter untersucht.

Messkampagne über ganz Deutschland

Die Piloten flogen in zwei bis zwölf Kilometer Höhe und massen die Aschekonzentration in der Luft, um mehr Erkenntnisse über die Partikel zu erhalten. Zunächst flog die Maschine von Oberpfaffenhofen nach Leipzig, dann über Hamburg und Bilthoven in den Niederlanden sowie Stuttgart zurück nach Oberpfaffenhofen. Die meiste Zeit flog das Flugzeug in acht Kilometer Höhe, nahe Aachen stieg es auf elf Kilometer, um in der Stratosphäre zu messen, über Leipzig und Stuttgart flog es in niedrigerer Höhe.

Im südlichen und mittleren Teil Deutschlands stellten die Experten ältere Vulkan-Emissionen fest. Diese Luftmassen stammten demnach von der ersten starken Vulkan-Eruption am 14. und 15. April und erreichten Deutschland erstmals am 16. April. Danach zirkulierten sie in einem Hochdruckgebiet über Frankreich und kamen dann am Montag ein zweites Mal in Deutschland an.

Konzentration in höheren Schichten niedriger

Während des Fluges seien die Vulkanasche-Schichten deutlich sichtbar gewesen, auch auf Satellitenbildern, erklärte das DLR. Das Laser-Radar habe auf der Höhe zwischen 3,5 und 6 Kilometern verschiedene Schichten mit erhöhter Partikel-Konzentration gemessen. In der Nähe von München wurden demnach zwei Schichten von 500 bis 1.000 Meter Ausdehung entdeckt, nahe Leipzig waren diese zwei Schichten zu einer Schicht mit einer Ausdehnung von zwei Kilometern vereint.

Generell waren die Schichten in ihrer horizontalen und vertikalen Ausdehung sehr unterschiedlich und änderten sich, wie das DRL erklärte. Die Partikel-Konzentration in den höheren Schichten über 3,5 Kilometer Höhe sei niedriger als in Grenzschichten unter drei Kilometer Höhe.

ddp/raa

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