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280 Kilometer bis Genua

Der Streit um Jobs und Aufträge ist entschieden. Die Costa Concordia, also 50'000 Tonnen Schrott, machen sich demnächst auf, im Hafen von Genua zerlegt zu werden.

Blick von der Fähre aus auf Giglio. Die Costa Concordia ist schon von weitem zu sehen.
Blick von der Fähre aus auf Giglio. Die Costa Concordia ist schon von weitem zu sehen.
Ruedi Baumann
Das aufgerichtete Wrack ist von einem ganzen Industriebetrieb umgeben: Krane, Schwimmtanks, ein Kraftwerk und ganz links die Hubinsel. Ausserdem wird das Schiff von Seilen und Ankern gestützt.
Das aufgerichtete Wrack ist von einem ganzen Industriebetrieb umgeben: Krane, Schwimmtanks, ein Kraftwerk und ganz links die Hubinsel. Ausserdem wird das Schiff von Seilen und Ankern gestützt.
Ruedi Baumann
Keine Spur von Katastrophentourismus in Giglio Porto: Das reichhaltige Mittagsmenü kostet inklusive Wein bloss 15 Euro.
Keine Spur von Katastrophentourismus in Giglio Porto: Das reichhaltige Mittagsmenü kostet inklusive Wein bloss 15 Euro.
Ruedi Baumann
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Zweieinhalb Jahre lang war die Costa Concordia die Hauptattraktion der romantischen Ferieninsel Giglio – gegen den Willen ihrer Bewohner. Wie ein gestrandeter Wal lag das Wrack mit 65 Grad Neigung auf einem Felsen bloss wenige hundert Meter vom Hafenstädtchen Giglio Porto entfernt.

Die Inselbewohner haben sich an ihr Wrack gewöhnt, der Touristenstrom ist ebenfalls fast versiegt, wie ein Augenschein letzte Woche zeigte. Auch in den Souvenirständen der Strandläden ist die Costa Concordia kein Thema. Katastrophentourismus ist nicht das Ding der Fischer und Beizer von Giglio. Noch immer kostet das zweigängige Tagesmenü im Ristorante La Margherita bloss 15 Euro – inklusive Wein und Wasser.

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