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Zurück ins Paradies

Einst lebten auf dem Chagos-Archipel im Indischen Ozean 1500 Menschen. Dann mussten sie einer Basis des US-Militärs weichen. Jetzt – 50 Jahre danach – besteht Hoffnung, dass sie zurück in ihre Heimat können.

Die verbotene Insel: Auf Diego Garcia, dem US-Stützpunkt im Indischen Ozean, starteten die Bomber Richtung Afghanistan oder Irak. Foto: Reuters
Die verbotene Insel: Auf Diego Garcia, dem US-Stützpunkt im Indischen Ozean, starteten die Bomber Richtung Afghanistan oder Irak. Foto: Reuters

Marie Lisette Talate war eine der Letzten, die noch von «Là-bas» erzählen konnte. Nun ist auch sie gestorben – ohne dass sie ihre Heimat im Indischen Ozean noch einmal gesehen hat. Jeweils am frühen Morgen war sie zum Treffpunkt der Chagossians Refugees Group gekommen, einem kleinen Haus im ­Armen­vier­tel der Hauptstadt von Mauritius. Hier sass sie und beobachtete, ­welches Auto von links nach rechts und welches von rechts nach links fuhr. Mehr gab es nicht zu tun. «Là-bas», dort ­unten, sagte Marie Lisette in ihrem ­melodischen Kreolisch, sei sie glücklich gewesen, «glücklich wie ein Fisch im Wasser». Bis sie vertrieben worden war. Marie Lisette nannte diesen Tag nur: «La catastrophe».

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