Zum Hauptinhalt springen

Strahlende Schafe

25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl spürt Wales immer noch Spätfolgen des radioaktiven Regens.

Jedes walisische Schaf wird dreimal auf Radioaktivität getestet, bevor es verkauft werden darf.
Jedes walisische Schaf wird dreimal auf Radioaktivität getestet, bevor es verkauft werden darf.
Keystone

Einer erstaunlichen Sache kommt, wer nach Nordwales reist, auf die Spur. Sie hat mit einem Jahrestag zu tun, der auch im neuen Jahr auf dem Kalender der walisischen Farmer steht – diesmal als finsteres Silberjubiläum.

25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl leidet diese Ecke Europas, so fern der Ukraine, noch immer an den Spätfolgen des damaligen Unglücks. Auf 330 Farmen im Bergland von Wales müssen bis heute alle Schafe, die zum Verkauf kommen, auf Radioaktivität untersucht werden. 180'000 Schafe sind von dieser Regelung betroffen. Und von den getesteten Tieren liegen noch immer fünf Prozent über der zulässigen Bequerel-Grenze: So hartnäckig hat sich die Verseuchung des Bodens und der Tiere hier gehalten.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.