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Spektakuläre Bilder: Blitze und Lavafontäne am Eyjafjallajökull

Erstmals stösst der isländische Vulkan Lava aus. Eigentlich ein gutes Zeichen. Trotzdem warnen Wissenschaftler davor, dass der jüngste Ausbruch Eruptionen bei umliegenden Vulkanen auslösen könnte.

Die ETH hat nun eine Erklärung für dieses Phänomen gefunden.
Die ETH hat nun eine Erklärung für dieses Phänomen gefunden.
Keystone
Der seit Tagen Asche speiende isländische Vulkan Eyjafjalla hat am Montag erstmals auch Lava gespuckt.
Der seit Tagen Asche speiende isländische Vulkan Eyjafjalla hat am Montag erstmals auch Lava gespuckt.
Reuters
Die Lava fliesst demnach noch nicht den Berg hinunter, sondern bleibt im Inneren. «Sie sprudelt und brodelt», sagte Vogfjord. Die heisse Masse werde vermutlich zu Stein abkühlen und einen Kegel formen, sobald sie austrete.
Die Lava fliesst demnach noch nicht den Berg hinunter, sondern bleibt im Inneren. «Sie sprudelt und brodelt», sagte Vogfjord. Die heisse Masse werde vermutlich zu Stein abkühlen und einen Kegel formen, sobald sie austrete.
Reuters
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Der seit Tagen Asche speiende isländische Vulkan Eyjafjalla hat am Montag erstmals auch Lava gespuckt. Gleichzeitig sei die Aschewolke über dem Krater deutlich zurückgegangen, sagte der Hubschrauberpilot Reynir Petursson nach einem Überflug der Nachrichtenagentur AFP. «Es ist das erste Mal, dass wir Lava sehen», sagte Petursson. Zudem bestehe die Wolkensäule über dem Krater inzwischen vor allem aus Wasserdampf, nicht mehr vornehmlich aus Asche.

Der Asche-Austoss sei deutlich zurückgegangen, sagte die Geologin Kristin Vogfjord vom isländischen Wetterdienst. Sollte die Aschewolke tatsächlich abnehmen, könnte dies Hoffnungen schüren auf ein baldiges Ende der Flugverbote über weiten Teilen Nordeuropas.

Die typische Kegelform

Die Lava fliesst demnach noch nicht den Berg hinunter, sondern bleibt im Inneren. «Sie sprudelt und brodelt», sagte Vogfjord. Die heisse Masse werde vermutlich zu Stein abkühlen und einen Kegel formen, sobald sie austrete.

Der Ausbruch des Eyjafjallajökull war besonders stark, weil er sich unter einem 200 Meter dicken Gletscher abspielte. Das Schmelzwasser floss in den glühend heissen Krater und liess beim Verdampfen Aschefahnen bis zu neun Kilometer hoch aufsteigen. Die mikroskopisch kleinen Partikel behindern seitdem den Flugverkehr.

Erschütterungen nehmen zu

Nachdem am Montag das Eis weitgehend abgeschmolzen war, ging die Aschewolke auf eine Grösse von drei Kilometern zurück. «Die Fahne ist niedriger, aber die Erschütterung nehmen langsam zu», sagte Vogfjord. Das sei ein Zeichen dafür, dass mehr Lava fliesse. Die Geräusche des Vulkans sind nun bis zu 20 Kilometer weit hörbar.

Während der Eyjafjallajökull möglicherweise den heftigsten Teil des Ausbruchs hinter sich hat, könnten die von ihm ausgehenden Erschütterungen andere isländische Vulkane zum Ausbruch bringen. Unter besonderer Beobachtung stehen derzeit die Vulkane Katla und Hekla, die beide ebenfalls unter Gletschern liegen. Pall Einarsson, Professor für Geophysik an der Universität von Island, sagte: «Besonders der Katla war früher zusammen mit dem Eyjafjallajökull aktiv.»

Der Nachbarvulkan mit dickerem Gletscher

Da der Gletscher über dem Katla deutlich dicker ist als der über dem Eyjafjallajökull es war, könnte bei einem Ausbruch eine noch grössere Aschewolke entstehen, wie Einarsson befürchtet. Bisher allerdings hat der Katla keine Anzeichen für einen Ausbruch gezeigt, aber er brach in der Vergangenheit etwa einmal in 100 Jahren aus. Die letzte Eruption fand 1918 statt, löste massive Überschwemmungen aus und dauerte ein Jahr.

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