Rieseneisberg driftet Richtung Schifffahrtswege

Ein Eiskoloss von der Grösse Manhattans löste sich vom antarktischen Pine-Island-Gletscher. Er treibt nun Richtung Norden in die Nähe der Schiffsrouten. Bis der Eisberg schmilzt, kann es dauern.

Machte sich selbstständig: Ein Eisberg bricht vom Pine-Island-Gletscher ab. (Nasa, 10. November 2013)

Machte sich selbstständig: Ein Eisberg bricht vom Pine-Island-Gletscher ab. (Nasa, 10. November 2013)

(Bild: Keystone)

Ein Eisberg von der Grösse Manhattans könnte nach Angaben von Wissenschaftlern zu einer Gefahr für die Schifffahrt werden. Der rund 87 Quadratkilometer grosse Koloss driftet in Richtung Norden, nachdem er sich im Juli vom antarktischen Pine-Island-Gletscher löste.

Dies berichten britische Forscher der Universität Sheffield im Internet. «Ein Eisberg dieser Grösse könnte ein Jahr oder länger überdauern und in dieser Zeit einen weiten Weg Richtung Norden zurücklegen und in der Nähe der Weltschifffahrtsrouten im Südlichen Ozean enden», sagte Robert Marsh von der Universität Southampton.

Der antarktische Frühling habe den Eisberg freigegeben, während des Winters habe er im Eis festgesessen, sagte Marsh. Zugleich räumte der Wissenschaftler ein, dass eine Kollision mit einem Schiff zwar durchaus denkbar, aber eher ungewöhnlich wäre. Eisberge dieser Grösse brächen im Durchschnitt alle zwei Jahre vom antarktischen Eis ab, sagten die Forscher in Sheffield, die die Route des Eisbergs überwachen.

chk/sda

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