Zum Hauptinhalt springen

Kübelweise Regen auf Lugano

586 Liter pro Quadratmeter: Der November 2014 geht im Tessin in die Rekordbücher der Wetterforscher ein.

So präsentiere sich Locarno, wenn sich zwischendurch einmal die Sonne zeige, schreibt ein Leser.
So präsentiere sich Locarno, wenn sich zwischendurch einmal die Sonne zeige, schreibt ein Leser.
Richard Brändli, Leserreporter
Die Lage bleibt angespannt: Eine Frau geht in Locarno über einen provisorischen Steg. (13. November 2014)
Die Lage bleibt angespannt: Eine Frau geht in Locarno über einen provisorischen Steg. (13. November 2014)
Keystone
80 Patienten wurden verlegt oder nach Hause geschickt. (11. November 2014)
80 Patienten wurden verlegt oder nach Hause geschickt. (11. November 2014)
Keystone
1 / 11

Eine anhaltende Südwest-Strömung hat dem Tessin einen der regenreichsten Novembermonate seit Beginn der Wetteraufzeichnung beschert. Im Grossraum Lugano wurde der bisherige Niederschlagsrekord sogar geknackt.

Mit 586 Litern pro Quadratmeter gehöre der November 2014 in Lugano TI zu den nassesten seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1864, sagte ein Sprecher von MeteoSchweiz am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur sda. In der Südtessiner Metropole seien im November vier Mal mehr Regen gefallen als dies sonst üblich sei.

Auch 2002 war sehr nass

Die bisherige Regenrangliste der Stadt führte der November 2002 an. Damals waren in einem Monat 535 Liter pro Quadratmeter gefallen. In Locarno-Monti und in den übrigen Tessiner Messstationen konnte der November 2014 dagegen den November von vor zwölf Jahren in puncto der gefallenen Regenmenge nicht überbieten. Allerdings fielen auch hier verbreitet vier Mal mehr Regen als dies im November normalerweise der Fall ist.

Der vergangene Monat ist im Tessin laut MeteoSchweiz wie in den übrigen Regionen der Schweiz zu warm gewesen. Im Flachland lagen die Temperaturen knapp zwei Grad über dem Monatsmittel.

Locarno unter Wasser

Durch die anhaltend starken Niederschläge waren der Lago Maggiore und der Luganer See zur Mitte des Monats über die Ufer getreten. In Locarno wurden Teile der seenahen Gebiete der Stadt überschwemmt, das Spital Santa Chiara musste evakuiert werden, Uferstrassen in Lugano und Locarno wurden gesperrt.

Durch den aufgeweichten Boden kam es im November zu zwei Erdrutschen, bei denen innerhalb von zehn Tagen insgesamt vier Menschen im Grossraum Lugano starben.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch