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Klimawandel ist jetzt täglich messbar

Vom Menschen verursachte Klimaveränderungen konnten bisher nur im Trend langjähriger Messreihen beobachtet werden. ETH-Forscher haben nun eine neue Methode entdeckt.

«Seit April 2012 hatten wir weltweit betrachtet keinen einzigen Tag mit ‹normalem› Wetter»: Der Klimawandel ist weit fortgeschritten. (Keystone/Symbolbild)

«Seit April 2012 hatten wir weltweit betrachtet keinen einzigen Tag mit ‹normalem› Wetter»: Der Klimawandel ist weit fortgeschritten. (Keystone/Symbolbild)

Martin Läubli@tagesanzeiger

Spätestens beim nächsten ­starken Kälteeinbruch wird wieder gewitzelt über den Klimawandel. Was haben eiskalte Wintertage in einem wärmer werdenden ­Klima zu suchen?

Die Forscher werden dann wieder erklären, das Wetter ändere sich täglich, das Klima hingegen sei ein statistischer Wert, der für einen bestimmten Ort das durchschnittliche Wetter inklusive Extremereignissen über einen längeren Zeitraum abbildet.

Doch jetzt werden Klimaforscher noch eine Ergänzung anfügen: Der Klimawandel ist so weit fortgeschritten, dass er nun im globalen Massstab im täglichen Wetter Spuren hinterlässt. «Seit April 2012 hatten wir weltweit betrachtet keinen einzigen Tag mit ‹normalem› Wetter», sagt Sebastian Sippel. Der Forscher am Institut für Atmosphären- und Klimaforschung der ETH Zürich ist der Hauptautor einer neuen Studie, die am Donnerstag im Fachmagazin «Nature ­Climate Change» veröffentlicht wurde.

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