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Klimabericht abgeschwächt – auf Druck der Schwellenländer

In der Kurzfassung zum 3. IPCC-Bericht wurden Passagen gestrichen. Der Unmut über den politischen Druck ist unter den Wissenschaftlern gross.

Ein stiller Zeuge der Erderwärmung: Der schmelzende Bering-Gletscher in Alaska. Foto: Daniel Beltra (AP, Keystone)
Ein stiller Zeuge der Erderwärmung: Der schmelzende Bering-Gletscher in Alaska. Foto: Daniel Beltra (AP, Keystone)

Kritische Stimmen aus den Reihen der IPCC-Forscher werden lauter. Bereits kurz nach den Verhandlungen über den dritten Teilbericht des Weltklima­rats IPCC hat einer der führenden ­Autoren im «Tages-Anzeiger» Kritik geübt. Axel Mi­chaelowa, Experte für Klimapolitik an der Universität Zürich, monierte, Re­gierungen würden unbequeme Erkenntnisse des Weltklimarats ignorieren. Der Unmut über den politischen Druck ist bis heute nicht gewichen. Das wissenschaftliche US-Fachmagazin «Science» nannte vor wenigen Tagen Namen von weiteren leitenden Autoren, die sich überlegen, ob sie weiterhin für die Arbeitsgruppe 3 des IPCC tätig sein wollen. «Wir sind immer noch erschüttert», wird Giovanni Baiocchi zitiert. Die Arbeit des Ökonomen an der Universität von Maryland war ein zentrales Thema in der Debatte um Formulierungen. Mehrere Tage verhandelten IPCC-Autoren und Delegierte der 192 Vertragsstaaten der UNO-Klimarahmenkonvention über den Inhalt der Kurzfassung des Klima­berichts zu po­litischen Massnahmen, der an die Regierungen und Behörden adressiert ist.

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