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Fehlprognose mit Gewinn

Falsche Angaben im Klimabericht zeigten, dass zuverlässige Gletscherdaten fehlen. Für die Forscher ein Glücksfall: Sie erhielten Geld wie noch nie.

Ein Teil der Gletscher im asiatischen Hochgebirge schmilzt, während andere stark wachsen: Gletscher ohne Namen in Nepal. Foto: Marc Anderson (Alamy)
Ein Teil der Gletscher im asiatischen Hochgebirge schmilzt, während andere stark wachsen: Gletscher ohne Namen in Nepal. Foto: Marc Anderson (Alamy)

Der Fehler ist vergessen – und längst korrigiert. Dennoch dürfte am Montag in Japan eine Frage besonders im Zentrum stehen, wenn der UNO-Klimarat IPCC die Ergebnisse des zweiten Teils des 5. Klimaberichtes präsentiert: Wie geht es den Himalaya-Gletschern?

Am 20. Januar 2010 gab der IPCC öffentlich zu, dass der 4. Klimabericht von 2007 fehlerhaft war. Autoren der Arbeitsgruppe II, die sich mit den Auswirkungen und der Verletzlichkeit der Öko­systeme durch den Klimawandel beschäftigten, warnten: Die Himalaya-Gletscher würden schneller schmelzen als anderswo auf der Welt. Die Forscher notierten eine nicht plausible Abschmelzungsrate. Experten sahen darin keine Schmälerung der Glaubwürdigkeit des gesamten IPCC-Berichtes. Kritiker hingegen hegten den Verdacht einer Verschwörung.

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