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Eigenartige Steinblasen auf dem Mars entdeckt

Der Mars-Roboter Opportunity hat vergangene Woche Bilder zur Erde geschickt, welche die Nasa-Wissenschaftler vor ein Rätsel stellen. Sie zeigen eine Steinformation mit einer blasenförmigen Oberfläche.

Erinnert an Heidelbeeren: Neu entdeckte Steinformation auf dem Mars.
Erinnert an Heidelbeeren: Neu entdeckte Steinformation auf dem Mars.
Nasa

Die ganze Welt spricht von Curiosity, dem neuen Marsmobil der Nasa, das am 6. August 2012 auf dem roten Planeten gelandet ist und der Wissenschaft neue Erkenntnisse über mögliches Leben auf dem Mars liefern soll.

Doch jetzt meldet sich Opportunity zurück, der Roboter, der seinen Dienst auf dem Mars bereits seit 2004 tut. Das Fahrzeug von der Grösse eines Golfwagens schickte vergangene Woche sensationelle Bilder zur Erde. Sie zeigen eine Felsoberfläche, die mit blasenförmigen Gebilden übersät ist. Der Fels ist Teil der Kirkwood-Formation am westlichen Rand des Endeavor-Kraters. Die Blasen messen lediglich rund 3 Millimeter im Durchmesser. «Das ist eines der aussergewöhnlichsten Bilder der gesamten Mission», sagte Steve Squyres, wissenschaftlicher Leiter des Opportunity-Projekts, in einer Pressemitteilung der Nasa.

Ein geologisches Rätsel

Bereits kurz nach der Landung auf dem Mars stiess Opportunity auf ähnliche Steinstrukturen, welchen die Wissenschaftler den Namen Blueberries gaben. Bei den Blueberries handelt es sich um eisenreiche Formationen, die wahrscheinlich entstanden, indem stark mineralhaltiges Wasser die Felsen durchdrang. Die neu entdeckten Gebilde unterscheiden sich jedoch in mehreren Punkten von den Blueberries. Erste Analysen der Nasa zeigen, dass sie nicht so stark eisenhaltig sind. Viele Blasen sind aufgebrochen und vom Wind erodiert. Zudem liegen sie viel dichter beieinander als die Blueberries. «Wir stehen vor einem wundervollen geologischen Rätsel», sagt Steve Squyres.

Formationen wie die Blueberries und die neu entdeckten Blasen könnten wichtige Informationen bei der Suche nach Leben auf dem Mars liefern. Forscher der University of Nebraska und der University of Western Australia behaupten in der August-Ausgabe der Zeitschrift «Geology», dass mikrobielle Aktivität eine Rolle bei der Entstehung von ähnlichen Strukturen auf der Erde gespielt habe, und demnach auch auf dem Mars gespielt haben könnte.

Opportunity war ursprünglich für eine Lebensdauer von mindestens drei Monaten konzipiert. Aber auch nach achteinhalb Einsatzjahren ist das Gefährt noch in gutem Zustand. «Wir freuen uns auf eine produktive Sommersaison voller Entdeckungen», sagt Nasa-Projektmanager John Callas, nachdem Opportunity einen weiteren harten Mars-Winter überstanden hat.

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