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Der gruselige Film in der Uranmine

Selbst in extrem saurem und giftigem Bergwerkswasser mit radioaktivem Uran finden Forscher wimmelnde Mikrokosmen aus Kleinstlebewesen. Sie spielen auch bei der Suche nach Endlagern eine Rolle.

Sogenannte Snottites aus Mikroorganismen hängen von der Decke einer gefluteten Uranmine . Foto: Thierry Berrod
Sogenannte Snottites aus Mikroorganismen hängen von der Decke einer gefluteten Uranmine . Foto: Thierry Berrod

Wenn Stalaktiten von der Decke einer Höhle hängen, jagt das einer Geochemikerin wie Evelyn Krawczyk-Bärsch vom Institut für Ressourcenökologie des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) keinen Schauder über den Rücken. Auch nicht an ­einem Ort wie der Mine Königstein in der Sächsischen Schweiz, in der bis 1990 mithilfe von Schwefelsäure Uran aus dem Berg gelöst wurde. Und auch nicht, wenn diese Stalaktiten nicht wie üblich aus Kalkstein, sondern aus lebenden Zellen bestehen. Es sind bis zu 45 Zentimeter lange Filme aus Bakterien, die von der Decke hängen. Die meisten Menschen kommen sich hier vor wie in einem Gruselfilm. Für Evelyn Krawczyk-Bärsch gehört das zum Beruf, schliesslich erforscht sie ­solche Mikroorganismen.

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