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«Das Moratorium bringt für die Schweiz keinen Gewinn»

Gentechnisch veränderte Pflanzen bergen gemäss einer Nationalfonds-Studie keine Risiken. Warum die Schweiz die Gentech-Forschung stärker unterstützen sollte, erklärt Prof. Wilhelm Gruissem von der ETH Zürich.

Hoher Eisengehalt soll die Ernährung von Menschen in armen Ländern verbessern: Gentech-Reis an der ETH Zürich.
Hoher Eisengehalt soll die Ernährung von Menschen in armen Ländern verbessern: Gentech-Reis an der ETH Zürich.

Herr Gruissem, Sie waren an der Gentech-Studie des Nationalfonds beteiligt. Welche Auswirkung hat das Ergebnis der Studie auf das Gentech-Moratorium? Das Moratorium bringt für die Schweiz keinen Gewinn. Wie die Studie gezeigt hat, bergen gentechnisch veränderte Pflanzen kein Risiko für die Gesundheit der Konsumenten. Auch das Risiko, dass sich die Gene veränderter Sorten später in anderen Pflanzen wiederfinden, ist sehr gering. Landwirte in der Schweiz haben ohnehin nur ein begrenztes Interesse am Anbau gentechnisch veränderter Sorten, weil die Konsumenten diese ablehnen. Bei gentechnisch verändertem Raps besteht aufgrund der kleinflächigen Anbauweise das Risiko, dass er sich mit artverwandten Pflanzen kreuzt. Hier wäre es sinnvoller, den Anbau zu verbieten, als ein generelles Moratorium beizubehalten.

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