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CO2-Konzentration erreichte 2018 einen Rekordwert

Die Treibhausgas-Werte in der Atmosphäre sind so hoch wie noch nie zuvor. Sie sind wesentlich für den Klimawandel verantwortlich.

Die heutige Konzentration an Kohlendioxid beträgt etwa 150 Prozent des Wertes aus der vorindustriellen Zeit. (Keystone/Gaetan Bally)
Die heutige Konzentration an Kohlendioxid beträgt etwa 150 Prozent des Wertes aus der vorindustriellen Zeit. (Keystone/Gaetan Bally)

Die Konzentration von CO2 und anderen Treibhausgasen in der Atmosphäre ist 2018 so hoch gewesen wie noch nie zuvor. Die Werte hätten sich sogar leicht stärker erhöht als im Mittel der zehn vergangenen Jahre, hiess es am Montag bei der UNO in Genf.

Die CO2-Konzentration lag 2018 bei 408 ppm (Parts per million), während im Vorjahr 405,5 ppm gemessen wurden, wie die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) mitteilte. Die Erhöhung liegt sehr nahe am Anstieg vom Jahr 2016 zum Jahr 2017. Der letzte vergleichbare CO2-Wert liegt mehrere Millionen Jahre zurück. Die heutige Konzentration an Kohlendioxid beträgt etwa 150 Prozent des Wertes aus der vorindustriellen Zeit.

Kohlendioxid ist für zwei Drittel des Treibhausgas-Effekts verantwortlich. In der Atmosphäre bleibt es Hunderte Jahre bestehen. Es ist wesentlich für den Klimawandel verantwortlich, aber ebenso für den Anstieg der Meeresspiegel oder Wetterextreme. In gegen 30 Jahren hat sich der Treibhausgaseffekt um 43 Prozent erhöht.

Es gebe keine Anzeichen für eine Verlangsamung, und von einem Rückgang sei schon gar nicht zu reden, sagte WMO-Generaldirektor Petteri Taalas. Er rief die Staatengemeinschaft zu verstärkten Anstrengungen auf. Die nächste Weltklimakonferenz findet in der ersten Dezemberhälfte in Madrid statt.

Nach Angaben der UNO zeigen Indikatoren, dass die Erhöhung der CO2-Konzentration auf Treibstoffe aus nicht erneuerbaren Energien zurückzuführen ist.

Auch von Methan, dem zweitwichtigsten Treibhausgas, steigt die Konzentration; sie liegt mittlerweile bei über 250 Prozent des Wertes von vor der Industrialisierung. Auf 120 Prozent des Wertes von vor der Industrialisierung gestiegen ist die Konzentration von Distickstoffoxid (N2O), das den Ozonabbau fördert.

SDA/sep

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