Chemische Rückstände wegen Outdoor-Kleidung

Greenpeace hat in Gebirgsregionen umwelt- und gesundheitsgefährdende Chemikalien gefunden. Schuld daran sollen Outdoor-Kleider sein.

Weniger harmlos als angenommen: Outdoor-Kleider sollen giftige Stoffe enthalten. (Archiv)

Weniger harmlos als angenommen: Outdoor-Kleider sollen giftige Stoffe enthalten. (Archiv)

(Bild: Keystone Alessandro Della Bella)

Greenpeace hat in entlegenen Bergregionen auf der ganzen Welt Proben entnommen und festgestellt, dass sie giftige Chemikalien enthalten. Die Umweltschutzorganisation fand per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) in Schnee- und Wasserproben etwa im chinesischen Shangri-La-Gebiet, im Altai-Gebirge in Russland oder im Torres-del-Paine-Nationalpark in Chile, wie das deutsche Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» berichtet. PFC wird unter anderem bei der Produktion von Outdoor-Kleidung verwendet.

Die Chemikalien sorgen in Form wasserfester Membrane dafür, dass Jacken und Hosen wasser- und dreckabweisend sind. Die Branche sei damit zwar nicht die einzige, aber eine bedeutende Quelle für die Verunreinigung der Umwelt mit PFC, sagte Greenpeace-Chemiker Manfred Santen. «Das ist deshalb so absurd, weil ausgerechnet Outdoormarken mit dem Image der Naturverbundenheit werben.»

Studie wird in der nächsten Woche vorgestellt

Santen appellierte an die Hersteller, auf die giftigen Stoffe zu verzichten. Es gebe Alternativen: Fluorfreie Membrane etwa aus recyceltem Polyester und fluorfreie Imprägnierungen.

Greenpeace bemüht sich seit 2011 mit der Kampagne «Detox» darum, dass Firmen bis 2020 Kleidung und Schuhe giftfrei produzieren. Die Studie zu den Auswirkungen der Outdoor-Kleidung stellt die Organisation laut «Spiegel» kommende Woche weltweit vor.

fal/sda

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