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Ab heute lebt die Welt auf Pump

Heute ist World Overshoot Day: Nach fast acht Monaten haben die Menschen bereits so viele natürliche Ressourcen verbraucht, wie die Erde in einem ganzen Jahr erneuern kann.

Kann weniger hergeben, als wir verbrauchen: Die Erde, fotografiert von der Internationalen Raumstation ISS. (Archivbild)
Kann weniger hergeben, als wir verbrauchen: Die Erde, fotografiert von der Internationalen Raumstation ISS. (Archivbild)
AFP

Erstmals hat die Weltbevölkerung laut dem WWF im Jahr 1987 mehr Ressourcen verbraucht, als die Erde produzieren kann. Damals fiel der sogenannte World Overshoot Day auf den 19. Dezember. Seither hat sich der Tag immer weiter nach vorne verschoben. Dieses Jahr fällt er auf den 20. August.

Mittlerweile wären laut WWF bereits über 1,5 Planeten nötig, um die Bedürfnisse der Weltbevölkerung zu stillen. Bis 2050 müssten es gar 2 Planeten sein. Hauptgründe für die steigende Ressourcennachfrage seien das Bevölkerungswachstum und der steigende Pro-Kopf-Verbrauch.

Die Schweiz liegt auf Rang 21

Den grössten ökologischen Fussabdruck hat Katar, gefolgt von Kuwait und den Arabischen Emiraten. Würden alle so leben wie die Katarer, wären 6,6 Planeten nötig. Auf Platz vier liegt Dänemark, auf Platz fünf die USA mit einem Jahresverbrauch von 4 Planeten. Am Ende der Rangliste liegen Afghanistan, Osttimor und Palästina mit 0,3 und weniger Planeten.

Die Schweiz belegt mit 2,8 Planeten den Rang 21. Die Umweltbelastung entstehe vor allem durch Wohnen (32 Prozent), Ernährung (33 Prozent) und private Mobilität (13 Prozent).

Der WWF verweist in seiner Mitteilung darauf, dass jeder zu einem kleineren ökologischen Fussabdruck beitragen könne – etwa indem er weniger Fleisch konsumiere, weniger fliege oder beim Ersatz eines elektronischen Gerätes das effizienteste kaufe.

Die Grundlagen zur Berechnung des World Overshoot Day stammen vom Global Footprint Network, einer Partnerorganisation des WWF.

SDA/fko

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