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In Uri dreht der Wind gegen den Wolf

Felix Jauchs Verhältnis zum Wolf ist belastet, das Raubtier macht ihm das Leben schwer. Nun kommt es dank dem Schäfer zu einer Abstimmung.

Felix Jauch führt einen Schafbetrieb samt Alp – und kämpft gegen den Wolf. Foto: Fabienne Andreoli

Felix Jauch führt einen Schafbetrieb samt Alp – und kämpft gegen den Wolf. Foto: Fabienne Andreoli

Christian Zürcher@suertscher

Wenn der Absender ALAUri auf dem Handydisplay auftaucht, dann jagt der Puls von Felix Jauch in die Höhe. Der Urner Schafhalter wird nervös. Wolfsalarm. «Wolfsriss an zwei Schafen, Seelisberg», steht in der SMS. Oder: «Wolfssichtung, Schwanden.»

Jauchs Verhältnis mit dem Raubtier ist belastet. 2015 riss ihm der Wolf 15 Schafe aus der Herde. Diesen Sonntag, dreieinhalb Jahre später, stimmt Uri über den Wolf ab, «Regulierung von Grossraubtieren» heisst die Initiative. Jauch ist im Abstimmungskampf, er hält Referate, er montiert von Göschenen bis Flüelen Plakate und schreibt um 5.57 Uhr Kurznachrichten an Journalisten, um sie von seiner Sache zu überzeugen.

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