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Die Körper-Geologin

Die Basler Professorin Magdalena Müller-Gerbl ist eine der wenigen, welche die Kunst des Präparierens noch beherrschen.

Magdalena Müller-Gerbl im Präpariersaal des Basler Instituts für Anatomie. Foto: Christian Aeberhard (13 Photo)
Magdalena Müller-Gerbl im Präpariersaal des Basler Instituts für Anatomie. Foto: Christian Aeberhard (13 Photo)

Wer den Präpariersaal des Anatomischen Instituts der Universität Basel betritt, taucht in eine andere Welt ein. Man erblickt zunächst den hintersten Fluchtpunkt der hohen Decke, auf den rechts und links zwei Fenstergalerien in einem rechten Winkel zulaufen, erfasst dann mehrere Reihen tiefhängender runder Deckenlampen im 60er-Jahre-Stil und landet schliesslich auf den mit Rollen versehenen Stahltischen, die an diesem Julimorgen alle leer sind. An den Wänden hängen grosse Farbtafeln mit anatomischen Abbildungen des menschlichen Körpers – darunter und an den Säulen, welche die strenge Geometrie des Raums akzentuieren, sind Monitore angebracht. Die Dimensionen des Saals und seine Einrichtung sind auf Hochbetrieb und viele Menschen ausgelegt – und doch liegt etwas Sakrales im Raum. Fast als hätte man eine Kapelle betreten. «Wir sind hier sehr privilegiert», sagt die Interviewpartnerin. Sie habe während ihrer Karriere «auch schon anderes» gesehen: Kellerräume und Ähnliches.

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