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Sollen Mütter zwei Jahre lang stillen?

Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt allen Müttern, ihre Kinder bis zum Ende des 2. Lebensjahres zu stillen. Was sagen Sie zu dieser amtlichen Empfehlung? C. W.

Ganz so rigoros, wie Sie schreiben, ist die Empfehlung des BAG nun doch nicht. Auf dessen Website findet man einen Link zur Schweizerischen Stiftung zur Förderung des Stillens, und dort wiederum kann man zum Thema Folgendes lesen: «Stillen ist eine der natürlichsten und wunderbarsten Erfahrungen für Mutter und Baby. Die Muttermilch passt sich laufend an die Bedürfnisse des Babys an und liefert dadurch jederzeit die optimale Zusammensetzung an Nährstoffen, welche Babys für ihre körperliche und geistige Entwicklung benötigen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt – wenn immer möglich – sechs Monate ausschliesslich zu stillen. Weiteres Stillen mit angepasster Beikost kann bis zu zwei Jahre und darüber hinaus dauern.»

Ich halte aber auch diese «milderen» Empfehlungen erstens für unnötig – jedenfalls in unseren Breitengraden: Denn wir leben nicht in einem Drittweltland, in dem wegen der schlechten Trinkwasserqualität Muttermilch die sicherste Kindernahrung ist. Und zweitens scheinen sie mir doch ziemlich ideologisch befrachtet. Dass Stillen für Mutter und Kind eine vergnügliche, schöne und praktische Angelegenheit sein kann, leuchtet mir durchaus ein. Aber muss es gerade eine der «natürlichsten und wunderbarsten Erfahrungen» sein? Geht es eigentlich noch natürlicher als natürlich?

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