Zum Hauptinhalt springen

Schweizer Mütter gehören zu den ältesten in Europa

Weniger als ein Zehntel aller Frauen wird heute vor dem 25. Geburtstag Mutter. 1970 war es noch ein Drittel.

Medial sind seit neustem die alten Väter im Fokus. Ihre Kinder sollen nicht nur einen tieferen IQ und diverse gesundheitliche Risiken haben. Forscher glauben sogar herausgefunden zu haben, dass die Nachkommenschaft weniger attraktiv ist. Möglicherweise zeugen ältere Männer dafür aber seltener Kinder mit Downsyndrom als ihre jüngeren Geschlechtsgenossen. Solche Hinweise auf negative oder positive Folgen später Vaterschaft stammen bislang allerdings überwiegend aus einzelnen Studien. Ob sich die Befunde bestätigen lassen, muss die Zukunft weisen. Zuverlässiger ist die Datenlage bei den Risiken später Mutterschaft: Die Fruchtbarkeit sinkt, Schwangerschaftskomplikationen nehmen zu, Zwillinge und Fehlbildungen ebenfalls. Im Einzelfall mögen die Risiken überschaubar sein, insgesamt steigt jedoch die Zahl schwieriger Schwangerschaften und Geburten. 1970 entfiel ein Drittel der Geburten in der Schweiz auf Frauen unter 25 Jahren, 2013 waren es weniger als ein Zehntel. Gleichzeitig verdreifachte sich der Anteil der Geburten bei den Frauen ab 35 Jahren auf 30 Prozent aller Gebärenden. Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt des ersten Kindes betrug 2013 30,6 Jahre – einer der höchsten Werte Europas.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.