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Schlimme Krankheiten: So können Impfungen helfen

Wer wissen will, warum man Kinder impfen lassen sollte, kann einfach die Zahlen anschauen. Sie sprechen für sich.

Masern: Noch in den 1980er-Jahren starben 2,6 Millionen Menschen jährlich an der Krankheit, die meisten waren Kinder. Impfungen senkten die Zahl der Masernopfer bis 2016 auf knapp 90000. Masern können in einem von tausend Fällen zu einer Hirnentzündung führen. Die Impfung vermindert das Risiko auf eins zu einer Million.

Diphtherie: 1980 registrierte die WHO 100'000 gemeldete Fälle. Impfungen reduzierten die Zahl auf 7000 im Jahr 2016. Diphtherie ist eine besonders gefährliche Infektionserkrankung, unter Kleinkindern beträgt die Sterblichkeit mehr als zehn Prozent. In der Schweiz sind seit 1983 keine Fälle mehr aufgetreten.

Mumps: Eine Infektion verläuft selten tödlich, kann aber schwere Komplikationen haben. Für Kinder sind Hirnentzündungen gefährlich, die vor der Impf-Ära in bis zu drei von 1000 Fällen auftraten und oft zu Taubheit führten. Die Impfung mit dem Lebendimpfstoff senkt das Risiko um das 250-Fache.

Röteln: Auch Röteln können in einem von 6000 Fällen zu einer Entzündung des Gehirns führen. Extrem gefährlich ist die Infektion für Ungeborene. Während einer Epidemie in den USA kamen in den 1960er-Jahren 20'000 Kinder mit Fehlbildungen zur Welt. Allein Impfungen haben dazu geführt, das solche Behinderungen durch Röteln heute selten sind.

Tetanus: 1990 starben weltweit noch 340'000 Menschen, mehrheitlich Neugeborene, an einer Tetanusinfektion. 2015 waren es 56'000. Die Sporen des Bakteriums sind weltweit in Böden präsent, auch in der Schweiz. Nur dank der lebenslang schützenden Impfungen ist der in jedem vierten Fall tödliche Wundstarrkrampf hier inzwischen sehr selten geworden.

Keuchhusten: Die Krankheit ist bis heute weltweit verbreitet und gefährlich. Einer von 200 infizierten Säuglingen stirbt an der Infektion. Dennoch konnten Impfungen die Zahl der Todesfälle seit 1990 auf mehr als die Hälfte senken. Der heutige Impfstoff ist gut verträglich, schützt aber nur in fünf von sechs Fällen. Hohe Impfraten sind deshalb besonders wichtig. (zint)

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