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Schlanke Snacks machen dick

Mini-Schokoriegel und Kartoffelchips in verkleinerten Verpackungen verführen laut einer neuen Studie vor allem Gesundheitsbewusste dazu, noch mehr zu essen.

Was die Süsswaren-Werbung zuweilen als Hilfe zu bewussten Konsum anpreist, erhöht offenbar vor allem den Umsatz der Anbieter. Wie die Wissenschaftlerin Rita Coelho do Vale von der Technischen Universität Lissabon gemeinsam mit Kollegen von der niederländischen Universität Tilburg herausfand, verführen kleinere Schokoriegel dazu, noch mehr zu konsumieren – als «heimtückische, kleine Sünden», wie die Forscher im Journal of Consumer Research schreiben, während das Normalformat kalorienbewusste Verbraucher eher abschrecke.

Nachdem do Vale im Rahmen ihrer Dissertation zwei Vorstudien durchgeführt hatte, untersuchte sie den Konsum in Abhängigkeit von der Packungsgrösse – mit Hilfe von 140 freiwilligen Studenten, die per Zufall in vier Gruppen unterteilt wurden. Einen Teil von ihnen liessen die Ernährungskundler zunächst einen Test zu ihren Ernährungs-Sorgen absolvieren. Zudem mussten sie die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper angeben und wurden vor einem Spiegel gewogen – das alles, um sie für die Studie für ihr Gewicht zu sensibilisieren.

Chips für Probanden und eine Kontrollgruppe

Die eigentliche Untersuchung fand vor einem Fernseher statt: Im Glauben, dass sie die Werbespots beurteilen sollten, mussten die Probanden gruppenweise die TV-Serie «Friends» anschauen. Sowohl für zwei Gruppen von Gewogenen als auch für zwei Kontrollgruppen, deren Mitgliedern die Prozedur erspart geblieben war, standen jede Menge Kartoffelchips zur Verfügung – entweder in grossen oder kleinen Tüten.

Wie sich in der Auswertung zeigte, konsumierten die Testpersonen dann am wenigsten Chips, wenn sie auf ihr Gewicht sensibilisiert waren und wenn die Packung gross war. Dann nämlich tendierten die Probanden weniger stark dazu, die Tüte überhaupt zu öffnen – und zögerten ausserdem länger, bevor sie in die grosse Verpackung griffen.

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