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MIL 77 heilt britische Ebola-Patientin

Zum ersten Mal überhaupt wurde das neue Medikament MIL 77 eingesetzt. Eine Krankenschwester, die sich in Sierra Leone mit dem Ebola-Virus infizierte, konnte das Spital in Grossbritannien verlassen.

Trägt den Virus nicht mehr in sich: Die Krankenschwester Anna Cross vor den Medien in London. (27. März 2015)
Trägt den Virus nicht mehr in sich: Die Krankenschwester Anna Cross vor den Medien in London. (27. März 2015)
Keystone

Eine britische Ebola-Patientin ist nach der Behandlung mit einem experimentellen Medikament aus dem Spital entlassen worden. «Sie hat sich vollkommen erholt und trägt den Virus nicht mehr in sich», sagte ihr Arzt Michael Jacobs am Freitag in London.

Anna Cross sei die weltweit erste Patientin, der das Medikament MIL 77 verabreicht worden sei. Nach Angaben des Virologen Jonatahn Ball von der Universität in Nottingham ist aber unklar, ob das Medikament tatsächlich ursächlich für die Heilung war.

Die Behandlung sei sehr gut verlaufen, es seien keine Nebenwirkungen zu beobachten gewesen, berichtete Jacobs. MIL 77 ähnelt seinen Angaben zufolge dem experimentellen Antikörper-Cocktail ZMapp. Dieser wurde mangels Alternativen bereits bei einigen Ebola-Patienten eingesetzt. Die Krankenschwester hatte sich bei einem Hilfseinsatz in Sierra Leone mit dem Ebola-Virus infiziert.

In den am stärksten betroffenen westafrikanischen Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea starben nach WHO-Angaben bereits insgesamt mehr als 10'000 Menschen an dem Virus. Fast 25'000 Menschen in neun Ländern infizierten sich mit Ebola.

SDA/chk

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