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Halbherzige Transparenz bei den Pharmageldern für Ärzte

Die Pharmaindustrie legt offen, wie viel Geld sie Ärzten zahlt. Viele Ausnahmen und schlechte Zugänglichkeit schaffen allerdings kaum Vertrauen.

Ärzte, die von Pharmafirmen Zuwendungen erhalten, verschreiben öfter deren Medikamente: Pillenproduktion von Actelion in Basel. Foto: Justin Hession (Keystone)
Ärzte, die von Pharmafirmen Zuwendungen erhalten, verschreiben öfter deren Medikamente: Pillenproduktion von Actelion in Basel. Foto: Justin Hession (Keystone)

Es klingt ein wenig wie eine Charme­offensive: Unter den Stichwörtern «Engagement» oder «Nachhaltigkeit» stellen Schweizer Pharmafirmen bis Ende Monat die Zahlungen an Ärzte, Wissenschaftler, medizinische Organisationen und Institutionen auf ihre Websites. Über 50 in der Schweiz tätige Unternehmen, die zusammen rund 80 Prozent des hiesigen Pharmamarktes abdecken, machen mit. Sie haben den Pharma-Kooperations-Kodex ihres Branchenverbands Scienceindustries unterschrieben und sich damit freiwillig zur Offenlegung verpflichtet. «Die Transparenzinitiative soll vor allem das Vertrauen in die ganze Gesundheitsindustrie stärken», sagt Marcel Sennhauser, Sprecher und Mitglied der Geschäftsleitung von Scienceindustries.

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