Zum Hauptinhalt springen

Gentests für den Hausgebrauch

In der Schweiz sind Gentests nur auf ärztliche Veranlassung und bloss zu medizinischen Zwecken gestattet. Künftig soll es auch erlaubt sein, die Lebenserwartung, das Suchtpotenzial oder das sportliche Talent zu Hause zu testen.

Der Markt soll vorsichtig geöffnet werden: Einem Mann wird mit einem Wattestäbchen eine Speichelprobe zum DNA-Test entnommen. (Archivbild)
Der Markt soll vorsichtig geöffnet werden: Einem Mann wird mit einem Wattestäbchen eine Speichelprobe zum DNA-Test entnommen. (Archivbild)
Keystone

Das Regelwerk für genetische Untersuchungen steht gemäss der «NZZ am Sonntag» vor einem Umbruch. Die zuständige Expertenkommission des Bundes empfiehlt der Politik, auch Gentests für den Hausgebrauch unter strengen Auflagen zuzulassen.

«Wir haben uns nach langer Diskussion entschieden, eine vorsichtige Öffnung des Marktes zu empfehlen», sagt Präsidentin Sabina Gallati der Zeitung. Derzeit sind in der Schweiz Gentests nur auf ärztliche Veranlassung und bloss zu medizinischen Zwecken gestattet.

Experten zweifeln am Sinn der Tests

Künftig soll es auch erlaubt sein, Untersuchungen etwa zu Lebenserwartung, Suchtpotenzial oder sportlichem Talent anzubieten und zu nutzen. Die Experten zweifeln zwar selber am Sinn solcher Tests und warnen bei eigenmächtigen Abklärungen über Krankheitsrisiken gar vor Überforderung.

Angesichts der rasch zunehmenden Angebote und Verfahren sind sie aber überzeugt, dass sich die Politik dem Thema stellen muss. Die beste Option dazu sei ein regulierter Markt, in dem die Anbieter strenge Auflagen und Qualitätsnormen erfüllen müssten. Gerichtet sind die Empfehlungen an den Bundesrat. Er prüft derzeit, welche davon er ins Gesetz aufnehmen will.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch