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Geklonte Kojoten

Der in Ungnade gefallene südkoreanische Klonforscher Hwang Woo Suk hat nach eigenen Angaben acht Kojoten geklont. Das ist aber noch lange nicht alles.

Umstrittene Experimente: Die von Hwang geklonten Kojoten in einer Farm in Pyeongtaek.
Umstrittene Experimente: Die von Hwang geklonten Kojoten in einer Farm in Pyeongtaek.
Keystone

Hwang übergab die Klone am Montag einer Farm für wilde Tiere in Pyeongtaek südlich von Seoul, wie die Regierung der Region mitteilte, die das Projekt gefördert hatte. Hwang hatte Zellen aus der Haut eines Kojoten entnommen und ihren Zellkern in die Eier einer Hündin eingepflanzt, aus denen der eigene Zellkern entfernt worden war. Der erste Klon sei bereits im Juni geboren worden, hiess es.

Laut den Angaben bereitet Hwang derzeit den Klon eines afrikanischen Wildhundes vor, geplant sei ausserdem der Klon eines Mammuts. Südkoreanische Wissenschaftler klonten bereits erfolgreich eine Kuh, eine Katze, Hunde, ein Schwein sowie einen Wolf, der allerdings 2009 starb.

Zweijährige Bewährungsstrafe

Hwang war 2004 berühmt geworden, nachdem er in der Fachpresse behauptet hatte, erstmals Stammzelllinien aus einem geklonten menschlichen Embryo entwickelt zu haben. Später wollte er solche Stammzellen auf einzelne Patienten zugeschnitten haben. 2005 musste er zugeben, für Forschung Eizellen seiner Mitarbeiterinnen benutzt zu haben.

2006 schliesslich erklärte eine Untersuchung Hwangs gesamte Stammzellforschung für gefälscht. 2009 wurde er zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt, die später auf 18 Monate reduziert wurde. Ein 2005 von Hwang geklonter Hund wurde von der Wissenschaft indes akzeptiert.

SDA/jak

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