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Dosen bei Genfer Ebola-Tests werden reduziert

Nachdem Freiwillige über Nebenwirkungen geklagt hatten, war die Ebola-Impfstudie im Genfer Unispital unterbrochen worden.

Die Resultate der klinischen Tests werden im März erwartet: Die virologische Abteilung im Unispital Genf. (20. Oktober 2014)
Die Resultate der klinischen Tests werden im März erwartet: Die virologische Abteilung im Unispital Genf. (20. Oktober 2014)
Jean-Christophe Bott, Keystone

Die am vergangenen 11. Dezember suspendierte Teststudie mit einem Ebola-Impfstoff an den Genfer Universitätsspitälern (HUG) ist wieder aufgenommen worden. Allerdings wurden die verabreichten Dosen verringert, um Nebenwirkungen zu verhindern. Die HUG bestätigten eine Meldung des Westschweizer Radio- und Fernsehens RTS. Die Injektionen an den 56 letzten Freiwilligen wurden wieder aufgenommen und werden bis Ende Januar fortgesetzt. Die verantwortlichen Ärzte gehen davon aus, dass trotz reduzierter Testmenge eine genügende Menge Antikörper hergestellt werden kann.

Das Heilmittelinstitut Swissmedic sowie die drei Kommissionen, die für die ethische und sichere Durchführung der Impftests verantwortlich sind, hätten einer Modifikation der Studie zugestimmt, schreiben die HUG. Die Resultate der klinischen Tests werden im März erwartet. Die Tests waren suspendiert worden, nachdem vier der freiwilligen Testpersonen 10 bis 15 Tage nach der Injektion des Impfstoffs über leichte rheumatische Schmerzen in den Händen und Füssen geklagt hatten. Die Gelenkschmerzen hielten jeweils einige Tage an.

Kubanischer Arzt geheilt

Die Genfer Universitätsspitäler testen den kanadischen Impfstoff VSV-ZEBOV seit dem 10. November an insgesamt 115 Freiwilligen. Der gleiche experimentelle Impfstoff wird auch in den USA, in Kanada, in Deutschland und in Gabun getestet. Das Universitätsspital Lausanne testete einen anderen Impfstoff, der gut verträglich schien.

In Genf war auch der bisher erste Schweizer Ebola-Patient behandelt worden. Der 43-jährige kubanische Arzt, der sich Anfang November in Sierra Leona mit dem Ebola-Erreger infiziert hatte, konnte Anfang Dezember geheilt wieder nach Hause zurückfliegen.

SDA/thu

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