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Der Damm ist längst gebrochen

Auch ohne Präimplantationsdiagnostik betreiben zahlreiche Länder Programme, um im grossen Stil die Geburt von erbkranken Kindern zu verhindern.

Patienten, die an Thalassämie leiden, sind auf wöchentliche Bluttransfusionen angewiesen. Foto: LightRocket (Getty Images)
Patienten, die an Thalassämie leiden, sind auf wöchentliche Bluttransfusionen angewiesen. Foto: LightRocket (Getty Images)

Thalassämie ist eine brutale Krankheit: Ohne Behandlung sterben viele der betroffenen Kinder vor ihrem zehnten Lebensjahr. Weil sie zu wenige rote Blutkörperchen haben, werden sie bereits als Säuglinge und Kleinkinder apathisch, kurzatmig und bekommen eine blass bis gelbliche Haut. Ihr Körper versucht, die Blutarmut auszugleichen: Das Herz schlägt schneller, das Knochenmark steigert die Produktion von Blutkörperchen. Weil die blutbildenden Zellen mehr Platz brauchen, verformen sich die Knochen und brechen leicht. Gleichzeitig vergrössern sich Leber und Milz und blähen den Bauch sichtbar auf.

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