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«Burn-out ist eine deutsche Krankheit»

Wer psychisch krank ist, bestimmt auch die Kultur. Der Klinische Psychologe Andreas Maercker über den Wandel des seelischen Leids.

Andreas Maercker, in Zürich lehrender Psychologe. Foto: Fabienne Andreoli
Andreas Maercker, in Zürich lehrender Psychologe. Foto: Fabienne Andreoli

Herr Maercker, soeben ist der neue Diagnoseschlüssel der Weltgesundheitsorganisation WHO herausgekommen, der ICD-11, International Classification of Diseases. Er liesse sich als eine Art Kartografie der psychischen Störungen begreifen. Was zeigt die neue, eben erschienene Ausgabe, was man noch nicht gesehen hat?

Es geht um das Verschwinden von Störungen und die Konzentration auf andere. Die WHO hat bei den Angststörungen und den somatischen Belastungsstörungen einiges geändert. Letztere lassen sich so verstehen, dass der Körper mit Schmerzen reagiert, für die es keine medizinische Erklärung gibt. Aber es gibt auch das Umgekehrte.

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