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Mit einem alten HIV-Medikament gegen Blutkrebs

Schweizer Forscher entdeckten eine vielversprechende Wirkung. Da sich damit kein Geld verdienen lässt, will die Pharma jedoch nicht investieren.

Bei alten Medikamenten sind die Risiken bekannt, deshalb wären Studien über neue Anwendungsbereiche kostengünstig. Foto: Getty Images
Bei alten Medikamenten sind die Risiken bekannt, deshalb wären Studien über neue Anwendungsbereiche kostengünstig. Foto: Getty Images

Es ist ein veritabler Coup von Schweizer Forschern: Ein alter Wirkstoff namens Nelfinavir, der in den 90er-Jahren weltweit HIV-Standardtherapie war, wirkte in einer Untersuchung viel besser gegen den häufigen Blutkrebs Multiples Myelom als sämtliche neuen, für Hunderte Millionen von Franken entwickelten Medikamente. Vergangene Woche veröffentlichten die Mediziner um Christoph Driessen vom Kantonsspital St. Gallen ihre Phase-2-Studie mit 34 Patienten im Fachblatt «Blood». Bereits im Vorfeld sorgten sie mit ihren Resultaten auf internationalen Kongressen für Aufsehen.

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