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Bakterien fühlen sich wohl auf Frauenhänden

Menschliche Hände beherbergen viel mehr Bakterien als bisher angenommen, wobei Frauen auf ihren Handflächen eine deutlich grössere Vielfalt an Mikroorganismen aufweisen als Männer.

Dies zeigt eine neue Studie der Universität von Colorado in Boulder. Indem die Forscher bakterielle Gensequenzen miteinander verglichen, fanden sie heraus, dass auf einer typischen Hand rund 150 verschiedene Bakterienarten leben. Auf den 102 untersuchten Händen konnten gesamthaft mehr als 4700 verschiedene Bakterienarten identifiziert werden.

Studienleiter Noah Fierer vermutet den Grund für die grössere bakterielle Vielfalt der Frauenhände im pH-Wert der Haut: Generell hätten Männer eine säurehaltigere Haut, was die Bakterienvielfalt einschränke. Aber auch Unterschiede bei der Schweissbildung, die Dicke der Haut oder die Hormonproduktion könnten für die Ergebnisse verantwortlich sein.

Weiter belegt die Studie, dass die Bakteriendiversität auf den Händen dreimal höher ist als jene auf dem Unterarm und am Ellbogen. Die Vielfalt der Handbakterien sei mindestens so gross wie jene der Bakterien im Mund, in der Speiseröhre und im Dickdarm, sagt Fierer: «Ich sehe Menschen als Kontinente mit mikroskopisch kleinen ökologischen Zonen, deren Diversität mit der von tiefen Ozeanen oder tropischen Regenwäldern verglichen werden kann.»

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