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Baby stirbt an Ebola – erster Fall seit 100 Tagen

Es ist ein Rückschlag im Kampf gegen Ebola in Sierra Leone: Nach monatelanger Pause ist wieder ein Mensch an Ebola gestorben.

Ist schwierig auszurotten: Ebola-Virus unter dem Mikroskop.
Ist schwierig auszurotten: Ebola-Virus unter dem Mikroskop.
AP Photo/Centers for Disease Control, File

Ein neun Monate alter Junge aus dem Distrikt Kailahun sei an Ebola gestorben, berichtet die Zeitung «Sierra Leone Telegraph» unter Berufung auf die Behörden. Seit mehr als 100 Tagen seien aus diesem Gebiet keine Ebola-Infektionen mehr gemeldet worden.

Der Distrikt liegt nahe der Grenze zu den ebenfalls von Ebola betroffenen Ländern Guinea und Liberia. Als die Epidemie vor über einem Jahr in Sierra Leone ausbrach, galt Kailahun als Brennpunkt.

Fast 3800 Tote

Sierra Leone ist besonders stark von dem Ebola-Ausbruch betroffen. Bisher wurden hier etwa 12'000 bestätigte und Verdachts-Fälle gemeldet, fast 3800 Menschen sind gestorben. Weltweit sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den vergangenen 16 Monaten über 10'400 Menschen durch das Virus ums Leben gekommen.

Erst kürzlich war in Sierra Leone in einigen Landesteilen für ein Wochenende eine Ausgangssperre verhängt worden. Gesundheitsbeamte waren in Häuser gegangen, um Ebola-Infizierte oder Tote aufzuspüren. Auch Liberia hatte jüngst einen Rückschlag erlitten und den ersten neuen Ebola-Fall seit Wochen gemeldet.

Ebola hat in der Regel eine Inkubationszeit von bis zu 21 Tagen. Die doppelte Zeitspanne – 42 Tage – muss ohne Neuerkrankungen vergehen, bevor die WHO ein Land für ebolafrei erklärt.

Nach Senegal ist nun auch Nigeria wieder ebolafrei: Ein Mitarbeiter probiert in Rodenrijs in den Niederlanden spezielle Kleidung an. (17. Oktober 2014)
Nach Senegal ist nun auch Nigeria wieder ebolafrei: Ein Mitarbeiter probiert in Rodenrijs in den Niederlanden spezielle Kleidung an. (17. Oktober 2014)
Keystone
Wollen Ebola-Kranke aufspüren: Zollbeamte am Internationalen Flughafen von Chicago. (16. Oktober 2014)
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Melissa Maraj/Zollbehörden/AP
Sie muss besonders auf der Hut sein: Krankenschwester in Liberia.
Sie muss besonders auf der Hut sein: Krankenschwester in Liberia.
Ahmed Jallanzo, Keystone
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SDA/bru

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