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Neue Pflegemethode – psychisch Kranke daheim betreuen

Statt einer Einweisung pflegt die Psychiatrische Uniklinik Zürich die Menschen zu Hause. Das erspart den Patienten einen Schock – und ist billiger.

«Was haben Sie gemacht ausser Kaffeetrinken?» – «Nichts.» Fabian Meier, Pflegefachmann, in der Wohnung einer Patientin. Foto: Samuel Schalch

«Was haben Sie gemacht ausser Kaffeetrinken?» – «Nichts.» Fabian Meier, Pflegefachmann, in der Wohnung einer Patientin. Foto: Samuel Schalch

Jean-Martin Büttner@Jemab

Plötzlich fühlte sie sich von Angst überflutet. Cécile Geiser, wie wir sie nennen wollen, zweifelte an allem, was sie tat und nicht tat, kam sich ausgeliefert vor, wie gelähmt, zugleich schien ihr jegliche Kontrolle abzugehen. Sie fühlte sich niedergeschlagen und zugleich angespannt. Die Schwangerschaft, ihre zweite und von einem anderen Mann als dem Vater ihres Sohnes, nahm sie nicht als Versprechen wahr, sondern als Drohung. Sie konnte keinen klaren Gedanken ­fassen.

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