Frau legt sich unters Messer – und wird zur Kleptomanin

Eine 40-jährige Brasilianerin ist nach einer Schönheitsoperation nicht mehr dieselbe – nicht nur äusserlich. Ein Neurologe hat eine Erklärung dafür.

Riskanter Eingriff: In Südamerika ist das Fettabsaugen die beliebteste Schönheitsoperation. (Symbolbild)

Riskanter Eingriff: In Südamerika ist das Fettabsaugen die beliebteste Schönheitsoperation. (Symbolbild)

(Bild: Reuters)

Ein skurriler Fall einer missratenen Schönheitsoperation beschäftigt brasilianische Ärzte. Laut einem Bericht des «Spiegels» hat sich eine 40-jährige Frau in der brasilianischen Stadt Curitiba Bauchfett absaugen und die Haut straffen lassen. Weiter haben die Chirurgen ihre Brüste vergrössert und ihre Arme gestrafft.

Nach der Operation sei die Frau desorientiert gewesen und habe sich schläfrig gefühlt. Ein Zustand, der nach so einer Operation offenbar nicht üblich ist. Die Ärzte untersuchten das Gehirn der Frau anhand eines Kernspintomografen. Darauf erkannten sie eine Minderdurchblutung des Gehirns und Nervenzellschäden.

Drang zum Stehlen

Nach einigen Tagen hatte sich der Zustand der Frau jedoch verbessert, wie es im Bericht weiter heisst. Doch kurz nach ihrer Entlassung aus dem Spital spürte sie etwas, was sie vorher nicht gekannt hatte: den unbändigen Wunsch zu stehlen.

Der Neurologe Fabio Nascimento, der die Patientin betreut hat, spricht von einer kleptomanischen Störung, ausgelöst durch eine Fehlfunktion der sogenannten Impulskontrolle im Gehirn.

Dies wiederum sei vermutlich auf einen Sauerstoffmangel während der Schönheitsoperation zurückzuführen, wie er zum «Spiegel» sagt. Die gute Nachricht: Die Kleptomanie sei nur temporär und verfliege nach einigen Wochen von alleine wieder.

kat

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