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Zehn Tage vergraben

Der Rohstoffmangel der Schweiz war ihre Rettung: Wie sich im Zweiten Weltkrieg Juden in den Kohlezügen aus der Slowakei verstecken und hierher flüchten konnten.

Hier trafen die Flüchtlinge aus Medzilaborce ein: Das Eisenwerk Von Roll in der Klus bei Balsthal SO (Ansichtskarte von 1912).
Hier trafen die Flüchtlinge aus Medzilaborce ein: Das Eisenwerk Von Roll in der Klus bei Balsthal SO (Ansichtskarte von 1912).
Zentralbibliothek Solothurn

Diesen Samstagmorgen im Oktober 1942 sollte der Wachmann nie mehr vergessen. Er drehte seine Runde auf dem Gelände und sah, wie sich ein Mann, über und über mit schwarzem Staub bedeckt, aus einem Kohlewagen schälte! Der Mann, fast noch ein Junge, erstarrte, als er den Wachmann sah, sprang vom Wagen und rannte auf den Werksbrunnen zu. Dann, als er mit langen Zügen seinen grössten Durst gestillt hatte, wusch er sich das Gesicht und schaute auf. Der Wachmann war verschwunden. In seinem Büro am Eingang der von-rollschen Eisenwerke in Klus bei Balsthal telefonierte er der Solothurner Kantonspolizei.

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