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Forscher entdecken ältesten Friedhof der Steinzeit

Wissenschafter aus den USA haben im Niger einen Friedhof der Steinzeit entdeckt. 10'000 Jahre ist er alt.

Die Archäologen stiessen auf der Suche nach Dinosaurierknochen auf die rund 10'000 Jahre alte Stätte in der Sahara. Auf dem Gobero genannten Gebiet fanden sich weit verstreut menschliche Knochen, wie die Zeitschrift «National Geographic» berichtet. Besonderes Aufsehen erregte der Fund eines menschlichen Kiefers mit vollständiger Zahnreihe sowie der aus dem Sand ragende Knochensatz einer kleinen Hand.

Weitere Funde wie Harpunenspitzen, Werkzeuge und Perlen sollen nun Aufschluss über die Steinzeitmenschen geben. Auch Fossilien urzeitlicher Tiere fanden Paul Sereno von der University of Chicago und sein Team vor. Den Forschern zufolge lebten im Gobero-Gebiet in der Steinzeit im Abstand von etwa 1000 Jahren zwei verschiedene Stämme.

Riesenkrokodil und Nigersaurus

In einem Grab der jüngeren Siedlungsgruppe entdeckten die Forscher die Leiche einer Frau, die auf der Seite liegt und den Skeletten zweier Kinder zugewandt ist. Die Arme der Kinder sind zu der Frau ausgestreckt, die Hände der Toten umschliessen sich. Die Wissenschaftler fanden Blütenstaub, die Leichen lagen vermutlich auf einem Bett aus Blumen.

Zudem geben die Funde dem Bericht zufolge Aufschluss über die vor tausenden Jahren existierende Tierwelt in dem Gebiet. Unter anderem fanden die Forscher das vollständige Skelett eines urzeitlichen Riesenkrokodils. Der Sarcosuchus imperator lebte vor rund 110 Millionen Jahren.

Dino mit riesigem Kiefer

Aus dem gleichen Zeitalter stammt das entdeckte Skelett des pflanzenfressenden Dinosauriers Nigersaurus, dessen riesiger Kiefer mit rund 500 Zähnen ausgestattet ist. Die US-Forscher zeigten sich überzeugt, dass vor ihnen noch niemand die archäologische Stätte entdeckt hat.

SDA/se

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