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Expedition sucht nach verschollener US-Pilotin

Vor 75 Jahre ist die US-Flugpionierin Amelia Earhart über dem Pazifik verschwunden. Womöglich hatte sie noch eine Zeit lang auf einer Insel überlebt. Ein Forscherteam will nun ihre Todesumstände ergründen.

Die Forschungsreise soll 26 Tage dauern: Ein Porträt der verstorbenen US-Pilotin Amelia Earhart. (undatierte Aufnahme)
Die Forschungsreise soll 26 Tage dauern: Ein Porträt der verstorbenen US-Pilotin Amelia Earhart. (undatierte Aufnahme)
Keystone
Macht sich auf zu ihrem ergeizigsten Projekt: Amelia Earhart winkt vom Flugzeug aus am Flughafen in Los Angeles. (10. März 1937)
Macht sich auf zu ihrem ergeizigsten Projekt: Amelia Earhart winkt vom Flugzeug aus am Flughafen in Los Angeles. (10. März 1937)
Keystone
Nach Ansicht von Forscher stürzten die beiden nicht ins Meer, sondern landeten auf der damals unbewohnten Gardner-Insel: Ein Foto der Insel von Tighar zur Verfügung gestellt.
Nach Ansicht von Forscher stürzten die beiden nicht ins Meer, sondern landeten auf der damals unbewohnten Gardner-Insel: Ein Foto der Insel von Tighar zur Verfügung gestellt.
Keystone
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Ein Team der Universität von Hawaii stach am Dienstag in See, um die Unglücksmaschine von Amelia Earhart zu finden. Die Forschungsreise soll 26 Tage dauern. Vielleicht werde das Team nicht sofort des Rätsels Lösung finden, gab sich Ric Gillespie von der Internationalen Gruppe zum Auffinden historischer Flugzeuge (TIGHAR) zurückhaltend.

Er ist aber überzeugt Bilder nach Honolulu zu bringen. Damit könnten dann Experten untersuchen, ob das Team von Gillespie einen Teil von Earharts Flugzeugs gefunden hat oder nicht.

Flugpionierin

Earhart hatte 1932 als erste Frau im Alleinflug den Atlantik überquert, fünf Jahre nach dem Flug von Charles Lindbergh. 1935 flog sie dann als erster Mensch im Alleinflug über den Pazifik zwischen Honolulu und dem kalifornischen Oakland.

Ihr ehrgeizigstes Projekt startete sie dann 1937. Sie wollte als erster Mensch die Erde am Äquator umrunden. Dabei war sie dann am 2. Juli 1937 auf dem letzten Abschnitt ihrer Route verschwunden. In ihrem letzten empfangenen Funkspruch erklärte die 39-Jährige, sie könne die Howlandinsel nicht finden und habe kaum noch Treibstoff.

Gegenstände gefunden

Eine grosse Suchaktion kurz nach dem Verschwinden blieb erfolglos. Nach Ansicht der Forscher stürzten die 39-Jährige und ihr Navigator Fred Noonan aber nicht ins Meer, sondern landeten auf der damals unbewohnten Gardner-Insel, weil ihnen der Sprit ausging.

Auf der heute als Nikumaroro bekannten Insel im Pazifik wurden später Gegenstände gefunden, die aus den USA der 30er Jahre stammten sowie ein Lagerplatz. Experten vermuten deshalb, dass Earhart noch eine Zeitlang auf der heute zu Kiribati gehörenden Insel überlebt haben könnte.

Das Schicksal von Amelia Earhart fand Eingang in Film und Musik. So widmete Joni Mitchell 1976 der Flugpionierin den Song «Amelia» und die Folk-Band «Plainsong» von Iain Matthews nahm 1972 gar ein ganzes Album zu ihren Ehren auf, «In Search of Amelia Earhart».

SDA/rub

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