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Die Steinzeit war gar nicht so

Männer jagten, Frauen kochten? Die Urgeschichte dient oft dazu, Geschlechterrollen zu begründen. Bloss: Es stimmt nicht.

Ein scheinbar ganz normaler Tag in einer Höhle zu Beginn der Menschheitsgeschichte: Nach einer Zeichnung von Carl Arriens (1869–1930). Foto: O. Hauser (BPK)
Ein scheinbar ganz normaler Tag in einer Höhle zu Beginn der Menschheitsgeschichte: Nach einer Zeichnung von Carl Arriens (1869–1930). Foto: O. Hauser (BPK)

Die Vorstellung, dass Männer in der Urgeschichte Mammuts jagten, während die Frauen Beeren sammelten und in der Höhle die Kinder hüteten, hält sich hartnäckig. Klingt auch logisch, schliesslich sind Männer im Durchschnitt körperlich stärker als Frauen. Der Mann als Versorger und Jäger, also die Frau als Hausfrau und Mutter. Wirklich? «Die Urgeschichte dient oft als Folie, um heutige Geschlechterrollen zu begründen», sagt die Archäologin Brigitte Röder von der Universität Basel. «Tatsächlich haben wir keine Schilderungen aus dieser Zeit. Wir haben nur Überreste der materiellen Kultur, vor allem Müll und Ruinen. Über Mann und Frau steht da nichts.»

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