Zum Hauptinhalt springen

Der Mythos vom Kollaps

Die Kargheit der Osterinsel im Pazifik gilt als Beispiel für eine Gesellschaft, die durch die Ausbeutung der Natur ihren eigenen Untergang hervorrief. Neue Forschungen widerlegen diese Hypothese.

Ursprünglich müssen die rätselhaften Moai-Statuen auf der Osterinsel auf einen Urwald von Palmen und anderen Arten geblickt haben. Foto: Carlos Barria (Reuters)
Ursprünglich müssen die rätselhaften Moai-Statuen auf der Osterinsel auf einen Urwald von Palmen und anderen Arten geblickt haben. Foto: Carlos Barria (Reuters)

Mit dieser Insel konnte etwas nicht stimmen, wunderte sich bereits Jakob Roggeveen. Der Niederländer landete an Ostern 1722 als erster Europäer auf dem abgeschiedenen Eiland im Südpazifik, das er auch gleich nach diesem Fest benannte. Ein halbes Jahrhundert später notierte der britische Entdecker James Cook in sein Logbuch, dass kaum eine Insel weniger Erfrischungen als die Osterinsel biete: Statt dichter, subtropischer Wälder betraten die Europäer eine karge Steppenlandschaft, in der kaum Bäume wuchsen und kein Bach plätscherte.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.