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Der Eichmann-Prozess brach das Schweigen über den Holocaust

Vor 50 Jahren stand Adolf Eichmann, der Organisator der «Endlösung», in Jerusalem vor Gericht. Seither ist die politische Diskussion in Israel von der Vernichtung der europäischen Juden geprägt.

Der verurteilte Nazi: Der NS-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann bei der Urteilsverkündung in Jerusalem am 11. Dezember 1961.
Der verurteilte Nazi: Der NS-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann bei der Urteilsverkündung in Jerusalem am 11. Dezember 1961.
Keystone
Als SS-Obersturmbannführer koordinierte Eichmann während des Krieges die Transporte der Juden in die Ghettos und Konzentrationslager. Er hat den Tod von sechs Millionen Menschen mit zu verantworten.
Als SS-Obersturmbannführer koordinierte Eichmann während des Krieges die Transporte der Juden in die Ghettos und Konzentrationslager. Er hat den Tod von sechs Millionen Menschen mit zu verantworten.
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Der Prozess begann am 11. April 1961 und endete am 15. Dezember 1961 mit dem Todesurteil. Am 31. Mai 1962 wurde das Urteil vollstreckt.
Der Prozess begann am 11. April 1961 und endete am 15. Dezember 1961 mit dem Todesurteil. Am 31. Mai 1962 wurde das Urteil vollstreckt.
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Es war der 23. Mai 1960, als Premierminister David Ben Gurion vor dem israelischen Parlament, der Knesseth, die dramatischste Erklärung abgab, die diese je zu hören bekam. Sie bestand aus nur zwei Sätzen: «Es ist meine Pflicht, Sie darüber zu informieren, dass die israelischen Sicherheitsdienste vor kurzem einen der schlimmsten NS-Verbrecher, Adolf Eichmann, gefangen genommen haben, der zusammen mit der übrigen Nazi-Führung verantwortlich dafür war, was sie die ‹Endlösung des jüdischen Problems› nannten – in anderen Worten die Ermordung von 6 Millionen europäischer Juden. Adolf Eichmann sitzt bereits in einem israelischen Gefängnis und wird demnächst in Israel vor Gericht gestellt werden auf der Basis des Gesetzes über Nazis und ihre Kollaborateure von 1950.»

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