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Anne Franks Kastanienbaum steht nicht mehr

Der berühmte Kastanienbaum vor dem Haus, in dem die junge Anne Frank sich in Amsterdam vor den Nazis versteckte, ist während eines Sturms umgestürzt.

Nicht zu retten: Der Baum brach ab.
Nicht zu retten: Der Baum brach ab.
Keystone

«Es gab mehrere starke Sturmböen, und eine davon hat den Baum zu Fall gebracht», sagte der Direktor des Anne-Frank-Museums, Hans Westra, am Montag. Glücklicherweise sei niemand verletzt worden. Bereits Ende 2007 hatte es Streit um Pläne gegeben, die von Schädlingen befallene Kastanie zu fällen. Engagierte Baumschützer setzten damals einen Aufschub von fünf bis zehn Jahren durch. Im Gegenzug musste der etwa 20 Meter hohe Baum, dessen Alter auf 160 bis 180 Jahre geschätzt wird, von einem Gerüst gestützt werden.

Für Nachkommen der berühmten Kastanie ist allerdings bereits gesorgt. «Als wir im Jahr 2005 erfuhren, dass der Baum krank ist, wurden Setzlinge gezüchtet», sagte Westra. Rund 100 davon wurden weltweit verteilt – einer beispielsweise ging an das Weisse Haus in Washington. 150 weitere Setzlinge der Kastanie wurden 2009 in einem Waldstück in Amsterdam gepflanzt.

Die knorrige Kastanie war von dem Gebäude aus zu sehen, in dem sich die Familie Frank versteckte und das heute ein Museum ist. Anne Frank war nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten mit ihrer Familie aus Deutschland nach Amsterdam geflüchtet. Dort hielten sich die Franks versteckt, bis sie 1944 verraten wurden. Anne Frank starb 1945 im Alter von 15 Jahren im KZ Bergen-Belsen. Ihre bewegenden Aufzeichnungen, in denen die Kastanie mehrfach erwähnt wird, sind unter dem Titel «Das Tagebuch der Anne Frank» weltberühmt.

(AFP)

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