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Der Untergrund unter dem Apennin ist ein Pulverfass

Ein chaotisches Bruchsystem macht Mittelitalien zu einem seismischen Hotspot. Vorhersagen von Beben sind nicht möglich.

26. Oktober 2016: Zwei starke Erdstösse erschüttern die mittelitalienische Region, die bereits zwei Monate zuvor von einem verheerenden Beben heimgesucht wurde. Ein Mann stirbt, Tausende sind obdachlos: Zerstörte Kirche in Visso.
26. Oktober 2016: Zwei starke Erdstösse erschüttern die mittelitalienische Region, die bereits zwei Monate zuvor von einem verheerenden Beben heimgesucht wurde. Ein Mann stirbt, Tausende sind obdachlos: Zerstörte Kirche in Visso.
Sandro Perozzi, Keystone
24. August 2016: In Mittelitalien sterben durch ein Beben rund 300 Menschen, die meisten in Amatrice.
24. August 2016: In Mittelitalien sterben durch ein Beben rund 300 Menschen, die meisten in Amatrice.
Alessandro di Melo, Keystone
September 1997: Eine Wolke aus Staub und Geröll strömt in die Basilika und verdeckt die Sicht. Insgesamt kamen bei diesem Erdbeben zwölf Menschen ums Leben.
September 1997: Eine Wolke aus Staub und Geröll strömt in die Basilika und verdeckt die Sicht. Insgesamt kamen bei diesem Erdbeben zwölf Menschen ums Leben.
TG5, Keystone
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Dieser Artikel erschien am 25. August nach den ersten starken Erbeben in Mittelitalien.

Wer in der Region um die Gebirgskette des Zentral-Apennin lebt, hat einen wackligen Untergrund ausgewählt. «Hier erwarten die Seismologen die stärksten Beben in Italien», sagt Stefano Parolai vom Deutschen Geoforschungszentrum GFZ in Potsdam. Die italienische Halbinsel liegt tektonisch betrachtet auf einem Pulverfass. Hier stossen verschiedene Platten der zergliederten Erdkruste aufeinander. Im Süden Italiens schiebt sich die Afrikanische Platte unter die Europäische. Der Adriatische Sporn drückt im Osten gegen Norden. Es waren diese gewaltigen Kräfte, die vor Jahrmillionen den Apennin auffalteten, der sich von Apulien bis zum Becken des Po in Norditalien erstreckt.

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