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Kantons- und Bundesgeld reichtWirtschaftsverbände wollen keinen städtischen Corona-Fonds

Die Stadt Bern solle den Firmen lieber bei Bewilligungen und Gebühren entgegenkommen, sagen die Wirtschaftsverbände. Auf Stadt-Geld hoffen indes die Wirte.

Lehrlinge in der Elektrobranche hatten wegen Corona nicht weniger zu tun. Daher hält KMU Stadt Bern einen städtischen Hilfsfonds für unnötig.

Foto: Gaëtan Bally (Keystone)
Lehrlinge in der Elektrobranche hatten wegen Corona nicht weniger zu tun. Daher hält KMU Stadt Bern einen städtischen Hilfsfonds für unnötig.

Foto: Gaëtan Bally (Keystone)


Thomas Balmer ist überrascht; «Es ist ja schön, dass sich plötzlich alle fürs Gewerbe interessieren», sagt der Präsident von KMU Stadt Bern. Aber angesichts der Bundes- und Kantonshilfe sei der vom Stadtrat verlangte Corona-Hilfsfonds nicht zwingend nötig und kaum umsetzbar. Der Berner Stadtrat hatte im August aufgrund eines SP-Vorstosses verlangt, dass man die Äufnung eines solchen Fonds prüft. Die von der BDP/CVP verlangte Verteilung eines «Batzens» nach dem Giesskannenprinzip hält Balmer gar für einen «ungerechten Unsinn».

Der oberste Gewerbevertreter hält es für dringlicher, dass die Verwaltung «mit Augenmass und ohne Ideologie hilft statt befiehlt». Entsprechenden Nachholbedarf gebe es etwa bei der oft schleppenden Behandlung von Baugesuchen oder dem Verbot von Heizpilzen für den Aussenbereich von Restaurants, sagt Balmer.

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