Zum Hauptinhalt springen

Wieder Umweltprobleme im ThyssenKrupp-Stahlwerk in Rio

São Paulo Das neue Stahlwerk des grössten deutschen Stahlkonzern ThyssenKrupp in Rio de Janeiro hat zum zweiten Mal seit Inbetriebnahme im Juli Ärger mit den örtlichen Umweltbehörden.

Es droht eine neue Busse in Millionenhöhe. Bewohner im benachbarten Ort Santa Cruz beschwerten sich erneut über Graphitstaubemissionen, die am vorigen Sonntag als «silbriger Regen» auf Autos und Häuser niedergegangen seien. Zu den Emissionen kam es, als am Sonntag Roheisen in ein Abkühlbecken auf freiem Gelände gegossen werden musste. Die Werksleitung habe zugesichert, für entstandene Schäden aufzukommen und einen Ausgleich für die Reinigung zu zahlen, sagte die regionale Umweltministerin Marilene Ramos am Mittwoch der staatlichen Nachrichtenagentur Agência Brasil. Ähnliche Probleme gab es bereits im Juli, worauf Rios staatliche Umweltbehörde (INEA) die brasilianische ThyssenKrupp-Tochter mit einer Geldbusse von 1,8 Millionen Reais (807'000 Euro) belegte. Damals hatte die oberste Strafverfolgungsbehörde des Bundesstaates Rio de Janeiro auch gegen Manager der Konzerntochter CSA Anklage erhoben. Das Unternehmen muss nach dem jüngsten Vorfall erneut mit einer - vermutlich höheren - Geldbusse rechnen. Rios Umweltministerin Ramos verlangte von CSA zudem Anpassungen, um künftig Emissionen zu vermeiden. Davon hänge auch die endgültige Betriebserlaubnis für das Werk ab. Sie soll im Februar 2011 erteilt werden. Das Stahlwerk in Brasilien ist mit einem Investitionsvolumen von 5,2 Milliarden Euro das bisher grösste Projekt des deutschen ThyssenKrupp- Konzerns. An der CSA ist Brasiliens Eisenerzkonzern Vale mit 26,87 Prozent beteiligt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch