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Weniger Auftragseingänge bei Schweizer Aluminiumindustrie

Frankenstärke und die schwache Konjunktur in Europa setzen der Schweizer Aluminiumindustrie zu.

Der Dachverband alu.ch beklagt «eklatante Auftragseinbussen» im ersten Halbjahr 2012. Das Auftragsvolumen schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 Prozent auf 30'186 Tonnen, wie alu.ch am Dienstag mitteilte. Die Inlandnachfrage ging um 13,5 Prozent zurück; bei den Exporten verzeichnete der Verband ein Minus von 6,0 Prozent. Die nachlassende Nachfrage sei vor allem eine Folge der rückläufigen Konjunktur in Europa, die durch gestiegene Ausfuhren nach Asien und Nordamerika nicht ausgeglichen werden konnte. Zudem hätten viele Kunden die Produktion ins Ausland ausgelagert. «Bei den meisten Auftragsverhandlungen werden derart massive Preissenkungen von den Kunden verlangt, dass sich selbst bei Erhalt des Auftrags kaum mehr rentabel wirtschaften lässt», sagte alu.ch- Geschäftsführer Marcel Menet gemäss Communiqué. Der Druck auf die Schweizer Aluminiumindustrie ist gross: Im Jahr 2011 hatte der stark exportorientierte Wirtschaftszweig die Produktion zwar auf Rekordniveau gesteigert. Dennoch waren die rund hundert Aluminium verarbeitenden Unternehmen insgesamt nur knapp profitabel. Die Branche kündigte deshalb weitere Rationalisierungen, das Ausweichen auf günstigere Lieferanten sowie Produktionsverlagerungen ins Ausland an. In der Schweiz wolle sich der Verband für bessere Rahmenbedingungen - wie tiefere Strompreise oder Steuererleichterungen - einsetzen.

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