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«Es scheint, die Leute können nicht aus der Erfahrung lernen»

«Das Thema der Ungleichheit interessiert vor allem die Mittelschicht»: Soziologe Richard Sennett. Foto: Colin McPherson (Getty Images)

Sie haben im Jahr 1998 als Erster den Begriff des «Davos-Mannes» geprägt. Wie hat er sich seither entwickelt?

Sie haben stets betont, dass die Menschen Schwierigkeiten mit den Flexibilitätsanforderungen haben, wie sie zum Beispiel in Davos gepredigt werden.

Welche Rolle spielt die Qualifikation für Beschäftigte?

Das ist ein düsteres Bild. Wie sehen Sie denn die Aussichten?

«Man könnte eine Steuer einführen, die ein Unternehmen zu zahlen hätte, wenn es Jobs durch Automation eliminiert.»

Denken Sie denn, dass die Technologien die meisten Jobs gänzlich ersetzen?

Worin sehen Sie hier das grösste Problem?

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Aus der Bankenwelt höre ich, die Generation X mit Jahrgängen um 1980 sei besonders an Flexibilität und der damit verbundenen Freiheit interessiert.

Aus der Befragung ihrer eigenen Beschäftigten.

Oft ist von einer Polarisierung zwischen gut bezahlten, geachteten Jobs einerseits und einfacheren Aufgaben mit schlechter Bezahlung andererseits die Rede. Wie sehen Sie das.

Heute ist die Ungleichheit zu einem grossen Thema geworden. Als Sie in den 90er-Jahren darüber schrieben, war der Fokus darauf noch viel geringer.

Wie erklären Sie sich denn das grosse Interesse am Thema?

«Die Ungleichheit ist das Resultat einer Arbeitsmarktstruktur, von der die Reichsten übermässig profitieren.»

Von der Idee einer stärkeren Umverteilung halten Sie also auch nicht viel?

Was halten Sie denn von einem garantierten Mindesteinkommen?

Und wenn die Leute mehr als gerade das Minimum als Grundeinkommen erhalten. Wollen sie auch dann arbeiten?

Sie haben einst geschrieben, dass die Bedingungen auf den Arbeitsmärkten die Legitimation der Eliten unterhöhlen würden, und vor politischen Konsequenzen gewarnt. Was denken Sie nach der Wahl von Donald Trump darüber?

Ein grosses Thema von Ihnen war immer auch der soziale Zusammenhalt. Welche Entwicklung sehen Sie denn hier?

Sehen Sie denn Ansätze für neue Institutionen?

Zum Schluss ein Wort zur Schweiz. Ist der Zusammenhalt hier nicht grösser?