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Warum die Schweiz für Expats so attraktiv ist

Den ausländischen Fachkräften blase in der Schweiz kühler Wind entgegen – seit der Masseneinwanderungsinitiative. Doch eine neue Studie zeigt das Gegenteil auf.

Unternehmen profitieren in der Schweiz davon, dass das Land einerseits für ausländische Fachkräfte attraktiv ist und anderseits auch auf dem lokalen Arbeitsmarkt viele gut ausgebildete Arbeitskräfte rekrutiert werden können.
Unternehmen profitieren in der Schweiz davon, dass das Land einerseits für ausländische Fachkräfte attraktiv ist und anderseits auch auf dem lokalen Arbeitsmarkt viele gut ausgebildete Arbeitskräfte rekrutiert werden können.
Walter Bieri, Keystone

Die Schweiz prangt vielmehr weit oben auf der Rangliste des heute veröffentlichten «World Talent Report», in dem unter anderem die Attraktivität von Ländern für ausländische Fachkräfte untersucht wurde. Laut der Studie gibt es für ausländische Fachkräfte sogar kein attraktiveres Land als die Schweiz. Gestützt ist diese Erkenntnis einerseits auf einen Strauss von harten Fakten wie etwa die Höhe des Einkommens, die Lebenskosten oder Steuerbelastung, anderseits wurden zum Erstellen der Rangliste auch eine Umfrage bei mehreren Tausend Managern aus den über 60 miteinander verglichenen Ländern ausgewertet.

Gut möglich, dass sich die Wahrnehmung der befragten Manager in den nächsten Jahren ändern werde, sagt Christos Cabolis, der Chefökonom des World Competitiveness Center beim IMD. Bei der diesjährigen Umfrage sei ein möglicherweise gestiegenes Unbehagen gegenüber Arbeitskräften aus dem Ausland aber noch nicht zu spüren gewesen. Bei den harten Fakten überflügele die Schweiz die anderen Ländern zudem so deutlich, dass die Spitzenposition des Landes in der Rangliste ungefährdet sei.

Die Schweiz steht auf der Rangliste der Attraktivität für ausländische Fachkräfte ganz oben (Quelle: «World Talent Report» des IMD)
Die Schweiz steht auf der Rangliste der Attraktivität für ausländische Fachkräfte ganz oben (Quelle: «World Talent Report» des IMD)

Der «World Talent Report» untersucht aber nicht nur, wie gut es einem Land gelingt, ausländische Fachkräfte anzuziehen. Ebenso wird angeschaut, wie gut es den Ländern gelingt, Nachwuchskräfte auszubilden und zu fördern, und wie gut die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt mit den Kompetenzen der im Land vorhandenen Fachkräfte gedeckt werden kann.

Um gleich das Ergebnis vorwegzunehmen: Die Schweiz schwingt auch obenaus, wenn solche Faktoren miteinbezogen werden. Hinter der Schweiz folgen Dänemark, Belgien, Schweden und die Niederlande sowie vier weitere europäische Länder. Hauptgrund für diese Überlegenheit Europas: die gut ausgebauten öffentlich finanzierten Bildungssysteme, mit denen die Länder insbesondere jene Länder überflügeln, in denen Teile der Bildung privat finanziert werden müssen.

Auffallend ist aber auch, dass es eher kleine Volkswirtschaften sind, die es nach ganz vorne im IMD World Talent Ranking geschafft haben. Die Verfasser der Studien überrascht auch das nicht. «Kleine Länder sind bei der Förderung von Nachwuchskräften im Vorteil, da es grösseren Ländern schwerer fällt, effiziente Bildungs- und Fördersysteme einzuführen und zu unterhalten», heisst es in der Medienmitteilung des IMD.

Das World Talent Ranking, in dem neben der Attraktivität für ausländische Fachkräfte weitere Faktoren berücksichtigt werden, wird von der Schweiz und acht weiteren eher kleinen europäischen Ländern angeführt. (Quelle: «World Talent Report» des IMD)
Das World Talent Ranking, in dem neben der Attraktivität für ausländische Fachkräfte weitere Faktoren berücksichtigt werden, wird von der Schweiz und acht weiteren eher kleinen europäischen Ländern angeführt. (Quelle: «World Talent Report» des IMD)

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