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Waadtländer Kantonalbank steigert Gewinn trotz Steuernachzahlung

Die Waadtländer Kantonalbank (BCV) hat 2010 trotz happiger Steuernachzahlungen den Reingewinn um 4 Prozent gesteigert auf 314 Millionen

Franken. 275 Millionen Fr. schüttet die Bank nun an die Aktionäre aus. Neben einer Dividendenerhöhung von 21 Fr. im Vorjahr auf 22 Fr. will die BCV 10 Fr. pro Aktie verrechnungssteuerfrei aus der Kapitaleinlagereserve auszahlen, wie die grösste Westschweizer Kantonalbank am Donnerstag mitteilte. Ein mehrjähriger Streit über Verrechnungssteuern konnte die BCV 2010 gegen eine einmalige Zahlung von 34 Millionen Fr. beilegen. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hatte ursprünglich 150 Millionen Fr. gefordert an Verrechnungssteuern auf bestimmte Geschäfte mit Aktienderivaten in den Jahren 2004 bis 2006. Ohne die einmalige Zahlung hätte der Reingewinn um 13 Prozent zugenommen. Gestiegen ist der Erfolg insbesondere im Kommissionsgeschäft, und zwar um 7 Prozent auf 352 Millionen Franken. Im Zinsgeschäft nahm der Erfolg leicht um 1 Prozent auf 511 Millionen Fr. zu. Dies sei auf die vorsichtige Bewirtschaftung der liquiden Mittel, die grösstenteils bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) angelegt wurden, und das sehr niedrige Zinsumfeld zurückzuführen, hiess es. Der Erfolg im Handelsgeschäft nahm um 1 Prozent ab auf 97,9 Millionen Franken. Deutlich mehr Hypotheken Die Bilanzsumme blieb mit 35,6 (Vorjahr: 35,7) Milliarden Fr. praktisch unverändert. Auf der Aktivseite steigerte die BCV die Hypothekarkredite um 8 Prozent auf 20,3 Milliarden Franken. Auf der Passivseite belege der sehr deutliche Anstieg der Kundeneinlagen in Spar- und Anlageform um 11 Prozent auf 10,9 Milliarden Fr. das Vertrauen der Kunden gegenüber der Bank, hiess es. Die Eigenmittel blieben mit 3,3 Milliarden Fr. stabil. Der Neugeldzufluss betrug 758 Millionen Franken. Während Privatkunden und KMU zusätzliche Gelder von 1,3 Milliarden Fr. brachten, zogen Grossunternehmen und institutionelle Akteure 0,5 Milliarden Fr. ab. Die verwalteten Vermögen sanken insbesondere wegen der Wechselkursentwicklung um 1 Prozent auf 75,8 Milliarden Franken.

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